„Denken ist halsbrecherisch, falls es seinen Namen verdient.“

Noch einmal zum 100. Geburtstag Friedrich Dürrenmatts Denken ist gefährlich, weil es die Welt verändern kann. Was allerdings nicht bedeutet, dass Denken vergänglich wäre: „Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden.“ Als Sohn eines liberalen Pfarrers sagt Dürrenmatt, als auch sein eigener Sohn Pfarrer wird, er sei zwischen…

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Luther und die Weihnachtszeit

Im Jahr des 5oo-jährigen Jubiläums von Luthers zugegebenermaßen nicht ganz einfachen Hauptschriften bin ich zuweilen gefragt worden: Gibt es bei Luther auch eine ganz einfache Theologie? Zum Beispiel zu Weihnachten? Weihnachten ist das Fest im Kirchenjahr, das mit besonders viel Brauchtum ausgestattet, mancher wird sagen, überlagert ist. Kein Fest des…

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Ferdinand von Schirach: Gott – Debatte um das Recht auf einen selbstbestimmten Tod

Die meisten Menschen, die ich kenne, antworten auf die Frage, wie sie sterben wollen, in ähnlicher Weise. Man möchte zu Hause sterben, im Kreise der Angehörigen, ohne langes Leiden an Krankenhausapparaturen. Verständlicherweise. Nicht jedem aber wird dieser Wunsch erfüllt werden. In Deutschland sterben mehr als die Hälfte aller Menschen im…

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Nathan der Weise am Schachbrett?

Zum 250. Geburtstag eines Skandals(Fortsetzung des Beitrags vom 3. November) Der Schweizer Pfarrer Johann Caspar Lavater hatte 1769/1770 dem jüdischen Aufklärungsphilosophen Moses Mendelssohn in einer Zueignung seiner Übersetzung einer religionsphilosophischen Schrift (Bonnets „Philosophischen Untersuchungen der Beweise für das Christentum“) nahegelegt, diese „Beweise“ „öffentlich zu widerlegen, wofern Sie die wesentlichen Argumentationen,…

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Nathan der Weise am Schachbrett?

Zum 250. Geburtstag eines Skandals Die Philosophiegeschichte des 18. Jahrhunderts ist reich an finsteren Gestalten. Speziell im Vorfeld und Umfeld der französischen Revolution hat sich mancher Denker doch sehr desavouiert. Dahingegen ist Johann Caspar Lavater (1741-1801) ein wahres Genie der Freundschaft. Über 60.000 Briefe im Nachlass des Schweizer Pfarrers sprechen…

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Lesen, lesen, lesen

Eine Fundgrube für neuen Lesestoff ist wieder zugänglich Wer sich mit dem Lesen angefreundet hat, kann dieser schönen Tätigkeit ganzjährig nachgehen. Und dennoch gilt in besonderem Maße: Herbstzeit ist Lesezeit. Was gibt es Schöneres als den immer kürzer werdenden Sonnenzeiten die Leseleuchte des bevorzugten  Lesesessels entgegenzusetzen? Was aber möchte man…

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„Lieber Himmel gieb, dass wir freien Geistes seien, alles andre kannst du für dich behalten“ (Nietzsche 1875 in einem Brief)

Zum 120. Todestag Friedrich Nietzsches Er ist der am häufigsten zitierte deutschsprachige Philosoph. Das gilt nicht unbedingt für Lehrbücher der Philosophie. Das gilt aber gewiss für das Feuilleton. Irgendein Nietzsche-Zitat wird sich schon finden, wenn man provozieren möchte. Man staunt, wie wenig dabei völlige Ahnungslosigkeit um die jeweiligen Texte und…

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