Beten und spenden

von Dr. Gabriela Köster

Der heutige Blogbeitrag sollte von der Leichtigkeit des Seins im Sommer und von der Farbe Grün handeln.

Ich wollte aus meinem schönen, leicht verregneten Urlaub in Südtirol etwas schreiben vom deutschen Waldzustandsbericht und wie dringend nicht nur der Wald, sondern das ganze Land Regen braucht. Die Wetterereignisse und der Starkregen der letzten Tage und Nächte haben alles überrollt und tausende Menschen in Deutschland in Not und Trauer gestürzt.

Menschen haben ihre Liebsten verloren, andere haben alles verloren, was sie besaßen. Angesichts dessen kann ich nichts schreiben, was am heutigen Tag von Belang sein könnte. Ich selbst kann nur beten und Sie auch bitten, zu beten.

Vielleicht mit Worten des 69. Psalms:
Gott, hilf mir! Denn das Wasser geht mir bis an die Kehle.
Ich versinke in tiefem Schlamm, wo kein Grund ist;
ich bin in tiefe Wasser geraten, und die Flut will mich ersäufen.
Ich habe mich müde geschrien, mein Hals ist heiser.
Meine Augen sind trübe geworden, weil ich so lange harren muss auf meinen Gott.

Wie der Psalmbeter im übertragenen Sinn so fühlen sich viele Menschen in NRW und Rheinland-Pfalz in diesen Tagen ganz im wörtlichen Sinn. Vielleicht werden manche von ihnen getröstet, wenn wir, die Verschontgebliebenen, intensiv an sie denken. Uns in sie hineinversetzen und nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.
Lassen Sie uns auch für die Helfer:innen beten, die selbst erschöpft sind und vielleicht auch ohne Hoffnung, die Vermissten noch lebend zu finden. Und wir können Geld spenden, aus Dankbarkeit, dass wir selbst verschont geblieben sind. Aus Solidarität. Aus Nächstenliebe. Vielleicht haben Sie selbst noch weitere und kreativere Ideen, was man tun kann und sollte. Es gibt eine Hotline der Stadt Düsseldorf für Hilfesuchende und Menschen, die Hilfe anbieten möchten: 0211/899 899 9 (9-16 Uhr erreichbar). Die Feuerwehr sucht Menschen zum Befüllen von Sandsäcken.

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