Corona, Besuchsregeln und der Gesslerhut

Dr. Uwe Gerrens
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Dr. Uwe Gerrens

I
In Schillers „Wilhelm Tell“ lässt der habsburgische Landvogt Gessler seinen Hut auf eine Stange stecken und verlangt von den Schweizer Untertanen, diesen Hut zu grüßen, wenn sie vorbeikommen. Tell, ein „redlicher Mann“, verweigert den Gruß, und das Drama mit der Armbrust und dem Apfel nimmt seinen Lauf. Von Anfang hatte das Grüßen eines Hutes ohne Kopf nur den Sinn, den Untertanen einzuschärfen, dass sie zu gehorchen haben, weil sie Untertanen sind. Das regte den Widerspruchsgeist des freien Schweizerbürgers.

Foto: Umkreis von Paul Brill, Landschaft mit dem Umfeld des Wilhelm Tell, 17. Jahrhundert, Wikimedia Commons.jpg

Muss man die Rote Ampel als eine Art Gesslerhut ansehen? In meiner Schulzeit erhielten wir in unregelmäßigen Abständen Verkehrserziehung, bei der ein Polizist in unsere Klasse kam und das Verhalten im Verkehr unterrichtete. Einmal fragte einer meiner Klassenkameraden, ob er Vorgestern Abend gegen 23:00 Uhr in einer bestimmten Straße gewesen sei. Als der Polizist bestätigte, gegen 23 Uhr, das könne ungefähr hinkommen, sagte mein Klassenkamerad, seine große Schwester habe gesehen, wie dort ein Polizist bei „Rot“ über die Straße ging. Großes Getuschel und Geraune in der ganzen Klasse. Der Polizist stockte kurz und holte aus: Wir seien jetzt groß und verständig und gingen nicht mehr auf die Grundschule, so dass man auch schwierigere Dinge mit uns besprechen könne und er zuversichtlich sei, dass wir ihn nicht falsch verständen. Eine Ampel sei kein Selbstzweck, sondern sei aufgestellt worden, um den Verkehr zu regeln und Unfälle zu verhindern. Abends um 11 Uhr, wenn wir hoffentlich schon im Bett seien, seien manchmal die Straßen leer, aber die Ampeln nicht abgeschaltet. Wenn man sich in einem derartigen Fall als Erwachsener ganz sicher sei, dass man niemanden gefährde, sei das Überqueren der Straße bei Rot zwar immer noch verboten, aber er fände es nicht so schlimm, wenn man es dennoch täte.

Mir hat sich die Szene tief eingeprägt, weil der Polizist in einer für ihn peinlichen Situation ehrlich mit uns blieb und sich nicht wie manch anderer in vergleichbarer Situation herauszureden versuchte. Es fühlte sich gut an, dass wir mit unseren 11 oder vielleicht 12 Jahren groß genug waren, um schon fast wie Erwachsene über den Sinn von Regeln nachdenken zu dürfen. Doch war das Ergebnis besser, als wenn der Polizist nur auf dem Buchstaben der Straßenverkehrsordnung beharrt hätte, den er selbst gerade verletzt hatte und den auch wir – spätestens in der Pubertät – in Frage stellen würden. Letztlich hat er uns durch seinen Appell an Einsicht und Eigenverantwortlichkeit den Sinn von Verkehrsregeln nachhaltiger eingeschärft, als wenn wir die Regeln nur auswendig gelernt hätten.

II
In den ersten Wochen des Lockdowns wurde – kaum hinterfragt – ein absolutes Besuchsverbot für Seniorenheime und Krankenhäuser verhängt. Merkel bemerkte dazu am 23. April in ihrer ersten Regierungserklärung zur Corona-Krise: „Es ist grausam, wenn außer den Pflegekräften, die ihr Allerbestes tun, niemand da sein kann, wenn die Kräfte schwinden und ein Leben zu Ende geht. Vergessen wir nie diese Menschen und die zeitweilige Isolation, in der sie leben müssen. Diese 80-, 90-Jährigen haben unser Land aufgebaut. Der Wohlstand, in dem wir leben, den haben sie begründet. Sie sind Deutschland, genau wie wir, ihre Kinder und Enkel. Und wir kämpfen den Kampf gegen das Virus auch für sie.“

Foto:
Graphik_chromaconceptovisual_ Pixabay.jpg

Merkel hatte die Kontaktsperren im Lockdown zu verantworten. Sie verteidigte ihre eigenen Maßnahmen, gleichzeitig kannte sie die Gegenargumente nicht nur, sondern fühlte sie auch. Ganz untypisch für sie, stockte ihr beim Lesen dieser Passage die Stimme, sie war kurz vor dem Weinen, zwei, drei Sekunden nur, danach war wieder alles normal, und Merkel nüchtern wie immer.  

Im internationalen Vergleich sind wir in Deutschland bisher vergleichsweise gut durch die Krise gekommen – sicherlich auch wegen der harten Maßnahmen, die wir uns ökonomisch leisten konnten. Ich sehe deshalb auch im Nachhinein keinen Anlass, das in Frage zu stellen; hier und da hätte man vielleicht sogar länger restriktiv bleiben können (die frühe Öffnung nordrhein-westfälischer Möbelhäuser hat mir weniger eingeleuchtet). Dennoch sehe ich auch die andere Seite. Alte, Schwerkranke und Sterbende allein zu lassen, geht gar nicht. „Ich bin krank und im Gefängnis gewesen, und ihr habt mich nicht besucht“, heißt es im Gleichnis vom Weltgericht (Mt. 25,31). Hätte man sich nicht doch irgendetwas einfallen lassen können? Glaubte man im Ernst, selbst die Sterbenden vor der Ansteckungsgefahr schützen zu müssen?  War da nicht auch hier und da übertriebener Hygiene-Radikalismus im Spiel?

Ich will keiner Regierung vorwerfen, dass es in den ersten Wochen des Lockdowns drunter und drüber ging. Niemand war vorbereitet. Die Beamten mussten schneller Rechtsverordnungen formulieren, als andere lesen konnten. Wenn dabei Fehler gemacht wurden, ist das ärgerlich, aber nachvollziehbar. Dennoch kann man sich im Nachhinein (und für den hoffentlich nicht eintreffenden Fall einer zweiten Welle) Gedanken darüber machen, was man verbessern müsste.
Die Sache hat auch eine juristische Komponente. Art. 140 des Grundgesetzes übernimmt Art. 141 der Weimarer Reichsverfassung und gebietet dem Staat, Seelsorge in Krankenhäusern, Gefängnissen und sonstigen öffentlichen Anstalten zuzulassen. Ein Seelsorgeverbot aus hygienischen Gründen greift in das Grundecht auf Religionsfreiheit ein. Das ist allenfalls zulässig, wenn damit ein anderes Grundrecht geschützt wird (hier Art. 2 GG: das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit). Das Verfassungsrecht sieht prinzipiell alle Grundrechte als gleichwertig an; deshalb hängen die verfassungsrechtlichen Hürden extrem hoch. Jede Möglichkeit, zwei Grundrechte in Einklang zu bringen, genießt unbedingten Vorgang vor der Bevorzugung des einen gegenüber dem anderen. Deshalb reicht es zur Begründung eines Verbotes von Seelsorge an Sterbenden nicht aus, dass Schutzkleidung für Seelsorgerinnen und Seelsorger Geld kostet oder gewaschen werden müsste, dass das Verlegen Sterbenskranker einen erheblichen Mehraufwand bedeutete oder Seelsorgerinnen und Seelsorger eingewiesen werden müssten und das den Betriebsablauf durcheinanderbringt. Während des Lockdowns hat ein ostdeutscher Pfarrer in einem Einzelfall eine einstweilige Verfügung erwirkt, um Zugang zu einem Sterbenden zu erhalten. Der Schritt war ungewöhnlich aber m.E. vorbildlich. Das Gericht gab ihm auch Recht.

Eine Bekannte erzählte von einer Frau im Altersheim, die im Sterben lag, geistig noch völlig klar war und sich von ihren Kindern verabschieden wollte. Nach damaliger Corona-Verordnung, kurz nach der ersten Lockerung, war nur ein Besucher am Tag für eine Stunde zulässig. Die Frau hatte sechs Kinder. Alle sechs waren angereist, aber das Heim bestand auf dem Buchstaben der Verordnung. – Musste man das den Kindern antun? Der Mutter? Hätte keine Möglichkeit bestanden, das Problem menschlich zu lösen?

Ein Kollege erzählte, dass er bei der seelsorgerlichen Begleitung eines Sterbenden mit Sprache nicht mehr weiterkam. Es gab keine Anzeichen dafür, dass Corona im Spiel war. Er hat die Hand genommen, obwohl er damit die vorgeschriebenen eineinhalb Meter Abstand deutlich unterschritt. War das falsch, nur weil es unzulässig war?

Üblicherweise sind Väter heute bei der Geburt dabei. Während des Lockdowns waren sie gemeinsam mit allen anderen „Besuchern“ im Krankenhaus aus dem Kreissaal ausgeschlossen. Doch wäre das Mehrrisiko durch die Präsenz von Vätern übersichtlich geblieben: Vor der Geburt hatten sie meist mit der Schwangeren zusammengelebt, nach der Geburt kehrten Mutter und Neugeborenes in die gemeinsame Wohnung zurück. Durch den Ausschluss der Väter während der Geburt hat man hygienisch nicht viel gewonnen, kehrte aber zu Zuständen wie vor 50 Jahren zurück.

Von einem Altersheim hörte ich, dass es etwas abseits gelegene Zimmer für Kurzzeitpflege mit separatem Eingang besitzt. Zu Beginn des Lockdowns wurden sie geräumt und mit Menschen in der letzten Lebensphase belegt, viel Arbeit, doch konnten die Sterbenden dort von Angehörigen besucht werden, hygienisch einwandfrei, aber etwas am Rande der Legalität. Entscheidend war die Kreativität und Eigenverantwortlichkeit dieses Altersheims: Sie haben nicht als erstes gefragt „was erlaubt die neueste Rechtsverordnung?“, sondern: „was ist human und sinnvoll?“, um erst im zweiten Schritt zu fragen: „wie bringe ich das Wünschenswerte mit unseren Möglichkeiten und den rechtlichen Vorgaben in Einklang?“.

Inzwischen wurden in vielen Heimen Besucherzimmer eingerichtet, oft mit Glasscheiben zur Trennung, viele Rechtsverordnungen schreiben das sogar vor. Es fühlt sich an, wie ein Besuch im Gefängnis. Dennoch ist es besser als kein Besuch und man kann sich daran gewöhnen. À propos: Besuche im Gefängnis sind unter Auflagen auch wieder möglich.

III
Nicht für alles gibt es glatte Lösungen. Gleichzeitig gibt es Menschen, die meinen sich an gar keine Regeln halten zu müssen. Grobe Verstöße können durch Bußgelder geahndet werden. Ich begrüße das. Anders geht es nicht. Dennoch bleibt der Einfluss von Bußgeldandrohungen auf das Verhalten von Menschen beschränkt. Die meisten Menschen hoffen, nicht erwischt zu werden, und oft erweist sich diese Annahme auch als realistisch. Wir sind keine Grundschüler mehr. Weder rote Ampeln noch Corona-Rechtsverordnungen sind ein Gesslerhut, dem wir uns allein aus Furcht vor Strafe unterwerfen wollen. Es geht auch um unsere eigene Einsicht in den Sinn von Hygiene-Maßnahmen, um verantwortliches Handeln für uns selbst und für unsere Nächsten.  

Die christliche Theologie hat lange Zeit vor allem im 13. Kapitel des Römerbriefes Anhaltspunkte für ein autoritäres Staatsverständnis zu finden geglaubt. Der Staat wurde als obrigkeitliche Ordnung begriffen, von Gott seit der Schöpfung dafür eingesetzt, die Bösen mit dem Schwert zu bestrafen und die Guten zu loben. Diese Interpretation steht allerdings in Spannung zu Aussagen aus dem 12. Kapitel des Römerbriefes, direkt davor, die sehr stark an die Bergpredigt erinnern und in denen Paulus die Christinnen und Christen ermahnt, Böses nicht mit Bösem zu vergelten, „segnet, die Euch fluchen“, „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“. Zieht man beide Kapitel zusammen, ist der in Kap. 13 genannte Gebrauch des Schwertes kein Selbstzweck; die Obrigkeit ist keine „Ordnung“ (lat. „ordo“), kein „Sein“, sondern hat eine Aufgabe, ein „Sollen“, die sie nach göttlicher „Anordnung“ (lat „ordinatio“) erfüllen soll, aber auch verfehlen kann.
Mit den Worten der Barmer Theologischen Erklärung von 1934: „Die Schrift sagt uns, dass der Staat nach göttlicher Anordnung die Aufgabe hat, in der noch nicht erlösten Welt, in der auch die Kirche steht, nach dem Maß menschlicher Einsicht und menschlichen Vermögens unter Androhung und Ausübung von Gewalt für Recht und Frieden zu sorgen.“
Rechnen wir die Gesundheit in Pandemiezeiten der Einfachheit halber einmal zu Recht und Frieden, haben Corona-Rechtsverordnungen keine Würde in sich selbst (anders als der Gesslerhut oder die rote Ampel für Grundschüler), sondern können wie die Straßenverkehrsordnung als Regeln verstanden, die zwar nicht mit Nächstenliebe identisch sind, aber meinem Schutz ebenso wie dem meines Nächsten dienen und deshalb aus christlicher Perspektive grundsätzlich bejaht werden müssen. Corona-Regeln sollten „nach dem Maß menschlicher Einsicht und menschlichen Vermögens“ formuliert sein. Deshalb müssen sie ggf. verbessert oder der veränderten Situation angepasst werden können. Über alles muss öffentlich debattiert werden können. Doch in ganz besonderen Fällen kann es auch geboten sein, aus Gründen der Nächstenliebe gegen eine Rechtsverordnung zu verstoßen und fünf gerade sein zu lassen, nicht der Normalfall, aber auch nicht prinzipiell ausgeschlossen.

Ein Kommentar

  1. Sie schreiben:
    „Ich will keiner Regierung vorwerfen, dass es in den ersten Wochen des Lockdowns drunter und drüber ging. Niemand war vorbereitet.“

    Ja, niemand war vorbereitet, man konnte es allerorten erleben!
    Und genau DAS aber ist den Regierungen und Behörden der Welt (!) schärfstens vorzuwerfen!

    Denn es wäre ihre Pflicht gewesen, auf derartig absehbare Dinge, wie es Seuchen sind, vorbereitet zu sein und die Bevölkerungen, Industrien usw. vorzubereiten.

    Da gab’s streckenweise nichtmal Toilettenpapier! Ein Glück daß es ein Coronavirus (einer von vielen) und keine Ruhr war! Da wäre die Katastrophe perfekt gewesen!
    (Nur vor der Cholera muß man sich zumindest in Deutschland nicht fürchten ;-): Die Schnapsregale sind immer brechend voll, auch wenn das abends in der Kaufhalle gerade eben gekaufte Gemüse mitunter schon am nächsten Morgen schimmelig ist.)

    Daß es immer wieder Seuchen gibt, das ist seit Anbeginn der Zeiten auf unserem Planeten bekannt! Und es wäre Sache der Regierungen dieser Welt gewesen, für derartige Fälle Vorsorge und mit ALLEN(!) Akteuren (Behörden, Wirtschaft, Bürger, „Ausland“ sinnvolle Absprachen „für den Fall der Fälle“ zu treffen.
    NICHTS dergleichen war vorhanden! Außer gesetzlicher restriktione gegen die Bürger!

    Selbstredend? – Entlarvend!

    Die WHO änderte willkürlich ihre „Definition“ des Begriffes „Pandemie“ – und plötzlich wurde das Coronavirus zur Weltbedrohung hochstilisiert – mit bisher weltweit etwas mehr als 500000 Toten. Schlimm genug! Aber wir haben seit Jahrzehnten JÄHRLICH zwischen 20 und 40 millionen Hungertote auf unserem Planeten zu beklagen (und allein din Deutschland überdies ca. 35000 Tote infolge von Hygienefehlern in Krankenhäusern!) – und deselben Regierungen tun dagegen? NICHTS WIRKSAMES!! Seit Jahrzehnten!

    Soviel zum Rechtsstaatsprinzip der Angemessenheit staatlichen Handelns und staatlicher Eingriffe!

    Wer da nicht mißtrauisch wird, der ist es schon!

    Die regierenden und herrschendne „Herren“ dieser Welt („gierenden“ trifft es angesichts der ihnen gezahlten Bezüge („verdient“ haben sie diese erkennbar nicht!) sicher genauer!) hatten ja selbst nach dem 8. Mail 1945, an dem die Völker glaubten, das alte Desaster der Menschheit, den Krieg, endlich hinter sich lassen zu können, nichts Eiligeres zu tun, als wieder aufzurüsten! Und wieder militärisch, statt zivil.

    Hätte man nur die Hälfte der weltweit seit 1945 in die Rüstung (und damit letztlich in private Taschen einiger weniger!) geflossenen (Steuer-(!) Gelder stattdessen für die Verbesserung des weltweiten(! ja, denn Krankheiten kennen wie Zugvögel keine nationalstaatlichen Grenzen!) Gesundheitssystems eingesetzt, wäre der Menschheit das Corona-Desaster (und die absehbar noch kommenden Folgen!) MIT SICHERHEIT erspart geblieben!

    Warum „mit Sicherheit“? ‚Woher diese mutige Gewißheit‘ höre ich die Skeptiker nun fragen:

    Dies ergibt sich aus den Größenordungen des Aufwandes, der da getrieben, oder eben gerade nicht getrieben wurde und wird!

    Die Behörden waren weltweit und für jedermann erkennbar „zivil nicht vorbereitet“!
    Kriegerisch sind sie es aber jederzeit!
    Nun kam der „Feind“ aus einer anderen Ecke – und man steht da – mit peinlich heruntergelassenen Hosen wie die Erstklässler in der Schultoilette am ersten Schultag. (Na gut, der Vergleich hinkt etwas, denn für Erstkläßler gibt es schließlich eine Vorschule – für Parlamentarier nicht – und die Beamten sin dja sowiso seit ihrem Verwaltungsstudium (was wird da eigentlich gelehrt?!) zwar nicht klüger, aber so doch erhabener als der Lieber Gott selber. Diskutieren sie mal mit einer Politesse (weiter bei Loriot & Hamman … 😉 )

    Restriktionen und Abschaffung der Bürgerechte, statt Lösungen!
    Mehr ist diesen Koryphäen nicht eingefallen.
    Impfungen!
    Gegen einen Virus?!
    Obwohl bekannt ist, daß viren schnell mutieren können!
    Wer bitte will uns da – und warum bitte – buchstäblich „verkackeiern“?!

    Wäre es statt eines Corona-Virus‘ die Pest gewesen, wären den Machthabern der Welt wahrschenlich nur noch Erschießungen als „Lösung“ eingefallen!
    Heilige Einfalt!

    Ja. Corona ist ein Augenöffner bezüglich des arroganten systemischen Dilettantismus, mit dem die Weltbevölkerung „regiert“ wird.
    (Und in den globalen Abgrund gelenkt wird, wenn wir auf diesem Wege der arroganz und unvernunft, der Restriktionen und der Kaltschnäuzigkeit, der mangelnden Selbstkritik und des Großmäulertums weitergehen!)

    Insofern triftt alle Regierungen und Behörden (im Sinne einer Gesamtschuldnerschaft!) die volle Verantwortung für das angereichtete und noch sehr absehbar zu erwartende Desaster!

    Denn es wäre ihre Dienstpflicht und ihr Auftrag gewesen – ja auch die unmittelbar aus ihrer Amtsanmaßung (sic. – schließlich wird niemand in ein Amt gezwungen, wenn er sich dieses zu erfüllen nicht zutraut! – hier haben sich also offenbar unfähige Personen Ämter angemaßt, denen sie nicht gewachsen waren und sind!) vorbereitet zu sein!

    Und damit meine ich nicht nur die heute an der Macht befindlichen Personen, sondern auch ausnahmslos alle ihre Vorgänger seit 8.Mai 1945!
    Wir haben es hier mit einer Miscung aus individuellem, systemischem und strukturellen Versagen zu tun!

    Und nicht zuletzt auch medialem Versagen – besonders wenn medial statt der dafür bestellten Organisationen (wie z.B. Zivilschutz) stattdessen Wirtschaft und die Bürger für das Desaster (z.B. Versorgungsengpässe) verantwortlich gemacht werden!

    Kants „Staat an sich“ erweist sich unter den Bedingungen der modernen technologien als Pulverfaß im Wahrten Sinne des Wortes , wie die Welt kürzlich in Beirut bestaunen konnte!
    (Und sage niemend, dies könne ihm nicht andernorts ähnlichermaßen widerfahren!

    Tschernobyl, Fukushima, Beirut, Biafra, Äthiopien, Auschwitz, Hiroshima, Nagasaki – was muß eigentlich NOCH alles geschehen, ehe der „Staat an sich“ endlich bezüglich seiner ihm zugebilligten „Befugnisse“ und Allmacht weltweit auf den Prüfstand kommt?! Wasa?! Das könne man nicht vergleichen? Das kann man sehr wohl vergleihchendenn diesen Fürchterliche Ereignissen liegt immer dasselbe Muster zu Grunde: Mißbrauch staatlicher Macht und staatlicher Gewalt!
    Meine These: Macht und Gewalt sind ausnahmslos(sic) schadenstiftend, weil stets mißbraucht(!), deshalb sollten sie nirgendwo mehr zugelassen werden! Wir, die Weltbevölkerung, befunden uns seit gut fünftausend Jahren (nämilch seit es „Staaten“ gibt) auf dem Holzweg – und der ist mit Erfindung der Massenvernichtungstechnologien und Techniken absehbar und ziemlich abrupt zu Ende! (Z.B. deshalb: Was mag da nun alles noch kommen, nachdem die Corona-Tests massenhaft Informationen über die Strukturen der einzelnen Genome der verschiednen Etnien erbracht haben?! Wer glaubt ernsthaft, daß sich die rüstungsindustrie für Technologien,die ganze Völker auslöschen könnten, nciht interessieren würde?! Das genau ist doch ihre Tätigkeitsschwerpunkt!) )

    Es sollte sich für uns, die Weltbevölkerung lohnen, ernsthaft darüber nachzudenken, ob wir uns weiterhin von derart unfähigen, ja überaus böswilligen (weil eher dem Kriege, als der Gesundheit zugewandten) Gestalten länger auf der Nase herumtanzen lassen sollten und wie es gelingen könnte, künftig wirklich die fachlich und gesellschaftlich Fähigsten der Gesellschaft in die Entscheidungspositionen zu bringen, statt die geschicktesten Polit-Taktierer und die dreistesten Großmäuler!

    Dies ist keine rechtliche, sondern eine ethische und – angesichts der Entwicklung eine mehr und mehr eine Frage des Überlebens der Menschheit als Art!

    Wenn die USA drohen, Hackerangriffe mit atomschägen beantworten zu wollen (statt einfach kritische Strukturen vom Netz abzukoppeln!) dan kannman das nur noch mit Geisteskrankheit oder niedagewesener Kriminalität erklären!

    Was ist nach dieser Logik zu werwarten?

    Atombomben gegen Pandemien?!
    Ja gehts noch?!

    Wir können ja noch von Glück reden, daß wir es nicht mit Pest, Pocken, Milzbrand oder Malaria (etc.) zu tun haben!
    Was wäre dann?!

    Ich meine: Das Verhalten der Behörden und Staatslenker war und ist über Jahrzehnte hin und bis heute unverantwortlich und sollte neben persönlichen Konsequenzen für jeden(!) einzelnen von ihnen auch eine weltweite, sehr grundsätzliche Reaktion und Veränderung der gesellschaftlichen (ich benutze hier absichtihc nicht das Wort „staatlichen“!) Strukturen und Funktionalitäten des Zusammenlebens nachsichziehen.

    Wo ist eigentlich der „Zivilschutz“ abgeblieben?!
    Abgeduckt!
    Wofür haben wir die dann jahrzehntelang durchgefüttert, wenn im Ernstfall selbst das Simpelste fehlt: Toilettenpapier!?

    Zu strategischem Denken sind die Behörden offenbar nur fähig, wenn es darum geht, Waffen zu verkaufen und damit ganze Regionen ins Unglück zu stürzen!

    Daß Singlehaushalte, die gezwungen sind, wider den eigenen Willen und wider die eigene Einsicht in der Kaufhalle eine 20iger(!)-Packung Toilettenpapier zu kaufen, obwohl sie nur jeweils drei Rollen brauchen und daß dies bei der hohen Anzahl von Singlehaushalten im Lande zur Verschärfung etwaiger kleinerer Engpässe führen könnte – zu SOLCHEN strategischen Überlegungen waren die Katastrophenschutz“experten“ (und all diese anderen „Strategen“) offenbar selbst in 70 Jahren Bundesrepublik nicht fähig!

    Mir ist seit Corona himmelangst, denn ich sehe, was sich vorher nur „in bedauerlichen Einzelfällen“ („Neusprech“)) andeutete, nun überdeutlich, daß unsere Gesellschaft, ja undere ganze Kultur und epoche auf tönernen Füßen steht!

    Kommt ein Virus daher und – „bling“.

    Wir leben in einem Kartenhaus!

    Ich frage mich schon lange, wie es selbst heute noch möglich sein kann, daß die Weltbevölkerung sich von diesen uralten Machteliten-Generationen, die mit jedem Jahrgang neu in die Ämter streben, obwohl offenbar hochgradig ungeeignet, immer und immer wieder ins Bockshorn jagen läßt:

    Was wäre z.B., näherte sich ein riesiger Komet auf direktem Wege der Erde?

    Die Menschheit ist zwar bereits seit Jahrzehnten über 200 mal in der Lage, unseren gesamten Planeten mit Atomwaffen komplett zu zerstören (jaa, DAS können die! Das war’s dann aber auch schon …) – aber wir wären selbst angesichts einer solchen natürlichen Bedrohung aus dem Weltall auch heute nicht rechtzeitig(!) in der Lage, die (ja bereits vorhandenen!) Kapazitäten endich mal konstruktiv und sinnvoll derart zu koordinieren und zu bündeln, daß wir diesen Koloß weit draußen zertrümmern könnten und damit eine nur halbwegs ausrechenbare Überlebenschance als Planet hätten!

    Wie dielettantisch (im Grunde genommen hilflos wie zu Plinius Zeiten!) die Menschheit und ihre „Eliten“ 😉 da agiert, hat man gesehen, als zur Verwunderung selbst aller astronomischen „Experten“ im fernen Sibirien plötzlich ein Meteor in ziemlich flachem Winkel über die Autobahnen raste und es braucht nicht viel Fantasie, sich vorzustellen, wie das ausgegangen wäre, hätte er die Erdoberfläche senkrecht getroffen und keine Zeit zum Verglühen gehabt!

    Die Strategen dieser Welt können heute ganze Kontinente „einkreisen“ und sich gefügig machen – aber einen Meteor sehen sie nicht rechtzeitig kommen!

    Ich verstehe unter Fachkunde etwas anderes …

    Aber nein, die Regierungen dieser Welt müssen ja Kriegswaffen, statt (Baby-)nahrung (die allermeisten der globalen Hungertoten sind Kinder unter 5 Jahren! Selbstredend und ein Armutszeugnis für jeden Erwachsenen – mich eingeschlossen!) und Medizin produzieren lassen!

    Krankenhäuser und Kultur – eher „freiwillig“, und wenn überhaupt, dann lediglich dem privaten Profit-Kalkül ausgeliefert!

    Wir können heute nichtmal eine Schnupfen kurieren, aber können Weltkriege machen! Sogar gleich 200 mal am Stück!

    Fragt sich: Ist wirklich die gesamte Weltbevölkerung derart bescheuert?

    Wohl kaum!

    Fragt sich weiters:

    Woran liegt es dann, daß den Völkern immer wieder einer vergleichsweise Handvoll(!) derart unfähiger, machtneurotischer und dem Gewaltfetisch verfallener Gestalten in Regierungs und Amtposten gerät und auf der Nase herumtanzt?!

    Sollte es daran liegen, daß die große Masse der Menschen zu duldsam gegenüber der „Obrigkeit“ ist?

    Oder liegt es eher daran, daß die Behörden, aller Beißhemmung gegen Artgenossen ledig, bis an die Zähne bewaffnet sind und das Volk eben nicht (zumindest nicht gleichwertig), sodaß erstere letzeres kraft ihres „Amtes“ (besser: Kraft ihres Amtsmißbrauches!) zu jedem Quatsch, jedem Blödsinn, ja sogar jedem Verbrechen(!) erpressen, pardon, „regieren“ können?

    „Wehrpflicht“ kennt jeder.

    Wie aber wär’s stattdessen mit einer globalen(!) „Zivilschutzpflicht“?!

    Wenn die Corona-Erfahrung ein einziges Positives haben könnte, dann vielleicht das: Die Erkenntnis, daß die Staatsapparate mit all ihren ach so „immunen“, „mächtigen“, „kompetenten“, „weisen“, etc. Amts- und Entscheidungsträgern nichts anderes sind, als Gleiche unter Gleichen! Und daß die Ideologie vom „Gewaltmonopol des Staates“ dort ihre Grenzen findet, ja finden muß, wo dieser Staat wahnsinnigen Blödsinn, oder sogar Verbrechen begeht! Wozu auch NOT-wendiges zu Unterlassen zählt!

    Dies ist zwar allerspätestens seit Nürnberg 1945/46 klar, aber scheint sich noch nicht herumgesprochen und in der RechtsREALITÄT verankert zu haben, obwohl die Zahl der Todesopfer seither weiter ins Unermeßliche gestiegen ist!

    Da man dies aber meist im Voraus nicht wissen kann, ob Ämter mißbraucht werden, oder nicht, ist ein „Gewaltmonopol“ von wem auch immer, schon allein aus logisch-systemischen Gründen grundsätzlich in Frage und auf den Prüfstand zu stellen – weltweit und ausnahmslos! (Und das endlose (und zunehmende!) Thema „Polizeiübergriffe“(weltweit!) beweist, daß wir schon seit langem unsere ethischen und gesellschaftlichen Hausaufgaben nicht gemacht haben!

    „Der Staat an sich“ als traditionelles Gewaltkonstrukt muß angesichts der im wahrsten Sinne des Wortes exorbitanten technologischen und globalen Entwicklungen und Gefahren dringendst auf den Prüfstand!

    Gelingt es der Weltbevölkerung nicht, sich von den geisteskranken und dilettantischen Vorgaben dieser größenwahnsinnigen Gewalt- und Machtfetischisten in Staats- und Konzernapparaten zu lösen und das gesellschaftliche Leben endlich auf Vernunft, Friedfertigkeit und Zusammenarbeit, statt auf Krieg, Konkurrenz und Habsucht zu gründen, brauchen wir uns künftig auch über Corona und die Folgen keinerlei Gedanken mehr machen, denn dann ist es nur eine Frage der Zeit (einer sehr, sehr kurzen Zeit, bei nur 5 Minuten Vorwarnzeit bei Atomschägen!), daß nicht nur die Weltbevölkerung, sondern mit ihr auch der ganze Planet in einer von Rüstungstechnlogie ins Irrwitzige getriebenen Orgie von Dummheit und Gewalt untergeht.

    Will sagen: Man sollte Infektionskrankheiten nicht auf die leichte Schulter nehmen – die größte Gefahr für den Menschen aber ist nach wie vor und stark zunehmend(!) der Mensch selbst.

    Ganz im Sinne Olof Palmes („Starke Gesellschaft, statt starker Staat!“) meine ich deshalb:

    Staatsvernunft, statt Staatsgewalt!

    Forschung und Bildung FÜR ALLE – statt Rüstung!

    Globale(!) Gerechtigkeit statt kostentreibender, selbtsgefälliger, blinder, formalistischer antiker römischer Imperial-Justiz wie seit zweitausend Jahren!

    In Corona-Zeiten heißt dies auch:

    Sofortiges weltweites(!) Umleiten der Steuergelder von der Rüstungsindustrie ins Gesundheitswesen!

    DAS wäre Sache der WHO, statt daß sie mit mutwilligen Umdefinitionen von Begriffen wie „Pandemie“ globales Chaos zu erzeugt!
    Aber dazu sind diese Damen und Herren bisher in Jahrzehnten nicht fähig gewesen – was also ist von denen künftig an Gutem noch zu erwarten?!

    Im Kriegsfalle (und wofür sonst wird derart exzessiv aufgerüstet und allerorten mit dem Säbel gerasselt?! Wer Waffen baut, will sie auch einsetzen! Alles andere ist pure Heuchelei, wie die Geschichte ausnahmslos beweist! ) würde sich ohnehin niemand mehr an die Corona-Auflagen halten KÖNNEN! Und es wäre ja auch garnicht mehr sinnvoll.

    Doch halt!

    Wie ist es eigentlich möglich, daß jene Regierungen, die sogar „aus humanitären Gründen“ die Bürgerrechte Abschaffen, es gleichzeitig dulden, daß in aller Welt Konfliktherde am Kochen gehalten werden – per Waffenlieferungen!

    Geht es ihnen vielleicht doch nicht um das Wohl der Völker, wie gern von ihnen behauptet?

    „Lege den Finger auf jeden Posten,
    du mußt ihn bezahlen!“
    schrieb einst Bertold Brecht.

    „Wenn wir nicht aufpassen, bezahlen wir ihn sogar mit unserem Leben, ja mit allem Leben auf Erden .“ möchte man angesichts des www ((w)elt(w)weiten (W)ahnsinns) heute anfügen …

    Bleiben Sie alle gesund – oder werden Sie es!

    Lutz Bürger

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